Jacqueline's Modellbauseiten: 

Fokker D.XXI
234
(Bausatz: Special Hobby)

 

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Die Verantwortlichen der niederländischen Luftwaffe zögerten lange, bis sie sich zur Beschaffung der Fokker D.XXI durchringen konnten. Erst nachdem sich Dänemark und Finnland für die Lizenzfertigung dieses Jagdflugzeuges entschieden hatten, wurden gerade mal 36 Exemplare bestellt. Davon waren bei Deutschlands Überfall im Mai 1940 nicht mehr als 28 flugklar.

Wegen ihrer überlegenen Wendigkeit konnten Sie sich trotz schwacher Motorleistung und Bewaffnung einigermassen behaupten, aber angesichts der deutschen Übermacht waren es natürlich viel zu wenige Maschinen, um wirklich etwas ausrichten zu können.

So gelang es Bram van der Stok mit der hier dargestellten Fokker D.XXI "234" am 10. Mai 1940, eine feindliche Bf 109 abzuschiessen und eine weitere zu beschädigen. Unmittelbar nach der Landung wurde die "234" bei einem Luftangriff in Brand geschossen. Van der Stock hatte stets seine Kamera dabei und konnte so - wenn auch etwas makabre - Erinnerungsfotos von seinem eigenen, brennenden Flugzeug schiessen.

Bram van der Stok im Cockpit
einer D.XXI

Die rauchenden Trümmer der "234"


Nach der Kapitulation brauchte er mehrere Anläufe, um etwas umständlich, nämlich als blinder Passagier auf einem Frachtschiff mit Umweg über die Faröer-Inseln, nach England zu flüchten, um sich dort der Royal Air Force anzuschliessen. Als Angehöriger der mit Spitfire ausgerüsteten 41 Squadron gelangen ihm weitere sechs Abschüsse.

Am 12. April 1942 wurde er selber abgeschossen und musste über besetztem Gebiet abspringen. Er wurde gefangen genommen und ins Kriegsgefangenenlager Stalag Luft III gebracht. In der Nacht vom 24. auf den 25. März 1944 nahm er an der berühmten, 1963 etwas fiktional verfilmten Massenflucht ("The Great Escape") teil.

Von den 76 Flüchtenden wurden die meisten gefasst, 50 von ihnen auf Hitlers Befehl, entgegen der Genfer Konvention, exekutiert. Nur zwei Norweger konnten sich über Schweden zurück nach England absetzen, und auch van der Stok schaffte es auf wundersame Weise, u.a. mit Hilfe von Widerstandsorganisationen, quer durch ganz Europa bis nach Spanien zu fliehen.

Nach dreimonatiger Flucht war auch er zurück in England, wo er wieder in die Royal Air Force eintrat. Kurz nach Kriegsende hing er das Fliegerkombi definitiv an den Nagel, setzte sein unterbrochenes Medizinstudium fort und wanderte in die USA aus. Er verstarb 1993.

*** Buchtipp ***


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